Was ist eine Siebträgermaschine? Eine Maschine, die mit hohem Druck heißes Wasser durch fein gemahlenes Kaffeemehl presst. Das Ergebnis: Espresso mit Crema. Eine Siebträgermaschine presst Wasser mit etwa 9 bar Druck durch das Kaffeemehl. So entsteht ein Espresso in rund 25 Sekunden. Siebträgermaschinen werden auch Espressomaschinen genannt. Hier erfährst du alles über Aufbau, Funktionsweise, Maschinentypen und Geschichte.
Wie funktioniert eine Siebträgermaschine?
Das Wasser wird auf 88 bis 94 Grad erhitzt und mit 9 bar Druck durch 7 Gramm Kaffeemehl gepresst. Das dauert rund 25 Sekunden. Die Pumpe erzeugt 8 bis 15 bar Druck, wobei 9 bar optimal sind. Das Ergebnis: 25 ml Espresso aus 7 g Kaffee. Die Crema entsteht durch den hohen Druck und die Öle im Kaffee. Das ist der Kern dessen, was eine Siebträgermaschine ausmacht.
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Der Aufbau einer Siebträgermaschine
Der Wassertank fasst bei den meisten Siebträgermaschinen rund 1 Liter. Hier alle wichtigen Bauteile:
- Wassertank: fasst ca. 1 Liter
- Boiler oder Thermoblock: erhitzt das Wasser
- Pumpe: erzeugt den Druck (Vibrationspumpe oder Rotationspumpe)
- Brühgruppe: Verbindungsstück zwischen Maschine und Siebträger
- Siebträger: Halterung mit Sieb, in die der Kaffee kommt
- Dampflanze: zum Aufschäumen von Milch
- Abtropfschale: fängt Restwasser und Kaffeereste auf
Welche Arten von Siebträgermaschinen gibt es?
Thermoblock-Maschinen gibt es ab ca. 100 Euro. Einkreiser starten bei rund 400 Euro, Zweikreiser bei 800 Euro und Dualboiler ab 1.200 Euro. Siebträgermaschine, was ist das für ein Maschinentyp? Hier die vier Kategorien:
Thermoblock
Ein Durchlauferhitzer heizt das Wasser auf. Aufheizzeit: unter 1 bis 2 Minuten. Der günstigste Maschinentyp (ab ca. 100 Euro). Weniger temperaturstabil als Boiler-Systeme. Ideal für Einsteiger und Gelegenheitstrinker.
Einkreiser
Ein Wasserkreislauf für Brühen und Dampf. Aufheizzeit: 10 bis 15 Minuten. Brühen und Dampf sind nicht gleichzeitig möglich (Temperatursurfen nötig). Ab ca. 400 bis 500 Euro. Für Espressotrinker, die selten Milchgetränke machen. Mehr dazu im Einkreiser-Ratgeber.
Zweikreiser
Zwei separate Wasserkreisläufe. Espresso und Milchschaum gleichzeitig. Aufheizzeit: 10 bis 15 Minuten. Ab ca. 800 bis 1.000 Euro. Für Cappuccino- und Latte-Trinker. Mehr dazu im Zweikreiser-Ratgeber.
Dualboiler
Zwei separate Boiler mit individueller Temperatursteuerung. Höchste Temperaturstabilität. Ab ca. 1.200 Euro. Für ambitionierte Hobby-Baristas.
Was ist der Unterschied zum Kaffeevollautomaten?
Ein Siebträger brüht den Espresso in 25 bis 30 Sekunden mit 9 bar Druck. Der Vollautomat macht das automatisch, hat aber weniger Kontrolle über die Extraktion.
- Siebträger: manuelles Mahlen, Tampen und Brühen. Mehr Kontrolle, mehr Aufwand.
- Vollautomat: Knopfdruck-Bedienung. Weniger Kontrolle, weniger Aufwand.
- Siebträger: bessere Crema, mehr Aromenvielfalt
- Vollautomat: automatische Reinigung, größere Getränkevielfalt auf Knopfdruck
Kurz gesagt: Siebträger = Spezialist für Espresso. Vollautomat = Alleskönner.
Die Geschichte der Siebträgermaschine
Angelo Moriondo meldete 1884 das erste Patent für eine dampfbetriebene Kaffeemaschine an. Luigi Bezzera entwickelte daraus den modernen Siebträger (1901 bis 1903). 1932 machte Desiderio Pavoni die Maschine kommerziell erfolgreich. In den 1950er Jahren kam die erste deutsche Siebträgermaschine auf den Markt. Heute ist die Technik von der Gastronomie in die Heimküche gewandert.
Für wen lohnt sich eine Siebträgermaschine?
Ja, wenn du guten Espresso schätzt, dir das Ritual wichtig ist und du Geduld mitbringst. Nein, wenn du morgens schnell Kaffee brauchst und keine Lust auf Einarbeitung hast.
Die Preissegmente im Überblick:
- Unter 100 Euro: Einsteiger-Thermoblock
- 100 bis 300 Euro: solide Thermoblock-Maschinen
- 300 bis 500 Euro: gehobene Thermoblock und Einsteiger-Einkreiser
- 500 bis 1.000 Euro: gute Einkreiser und günstige Zweikreiser
- Über 1.000 Euro: Zweikreiser und Dualboiler
Laufende Kosten: Bohnen kosten ca. 20 bis 30 Euro pro Monat. Dazu kommen Entkalker und Reiniger. Wenn du bereit bist, 10 Minuten in einen Espresso zu investieren, wirst du mit einer Siebträgermaschine glücklich. Jetzt weißt du, was ist Siebträgermaschine und ob sie zu dir passt.
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Häufige Fragen: Was ist eine Siebträgermaschine?
Ist eine Siebträgermaschine dasselbe wie eine Espressomaschine?
Ja. „Siebträgermaschine“ und „Espressomaschine“ meinen dasselbe Gerät. Der Name kommt vom Siebträger, der Halterung, in die der Kaffee gefüllt wird.
Was brauche ich neben der Siebträgermaschine?
Mühle, Tamper, Feinwaage, Milchkännchen (für Milchgetränke), Abklopfbehälter. Alles dazu im Zubehör-Ratgeber.
Wie laut ist eine Siebträgermaschine?
Vibrationspumpe: 65 bis 75 Dezibel (so laut wie ein Gespräch). Rotationspumpe: deutlich leiser, aber teurer.
Wie viel Platz brauche ich für eine Siebträgermaschine?
Kompakte Modelle: ca. 15x30x30 cm (B x T x H). Größere Modelle: ca. 25x40x40 cm. Plus Platz für die Mühle daneben.
Wie lange hält eine Siebträgermaschine?
Bei guter Pflege: 10 bis 20 Jahre. Wichtig: regelmäßig entkalken und reinigen. Dichtungen alle 1 bis 2 Jahre wechseln.
Welcher Kaffee eignet sich für eine Siebträgermaschine?
Espressoröstung, fein gemahlen. Frische Bohnen (2 bis 4 Wochen nach Röstdatum). Mehr dazu bei Kaffee für die Siebträgermaschine.
Weiterlesen
- Die besten Maschinen für Anfänger
- Siebträger oder Vollautomat?
- Einkreiser im Detail
- Die richtigen Bohnen
- Warum eine Siebträgermaschine?
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